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(...)In Herford traf zunächst russische Schwermut auf italienische Leidenschaft. “Die Nacht...Die Liebe” - wenn der Italiener Fabio Bidini zusammen mit seinem italienischen Schüler Gabriele Leporatti diesen Satz interpretiert, dann gibt es keine ätherisch leichte Romanze zu hören, dann erklingt ein emotionsgeladenes Drama.
Ausdrucksstarke Gefühle spielen in der ersten Suite für die beiden Pianisten eine große Rolle, während in der zweiten Suite das Spielerische  obsiegt.(...)
 
(...)...erzeugen Bidini/Leporatti eine gut ausbalancierte orchestrale Klangfülle, in der die Konturen trotz aller Wucht  ihre Prägnanz behalten. In der abschließenden Tarantella sprühen die beiden geradezu vor Spielwitz.(...)
(...)Von Bidini/Leporatti...mit viel Temperament und rhythmischem drive in Szene gesetzt.
Bartók dann als wahrlich krönendes Finale eines hochklassigen Konzerts.  Daniel Townsend,Erster Schlagzeuger, und Addo Gerards, Solopauker der NWD, kümmerten sich in der hochkomplizierten “Sonata für zwei Klaviere und Schlagzeug” um Pauken, Trommeln, Tamtam, Becken, Triangel und bildeten mit dem Klavierduo ein gut abgestimmtes Quartett.
So entstanden schon im ersten Satz im Mit - und Gegeneinander von Klavieren und Schlagzeug brillante und vielfarbige Gebilde, gelang es im Mittelsatz, einem der fesselndsten Notturnos der Moderne, mit großer Intensität die berühmten “Klänge der Nacht” zu beschwören, erhielt das Allegro durch scharfe Akzentuierungen eine ungeheure rhythmische Wucht.(...)
                                                                            Neue Westfälische
                                                                                -03.03.2006-
                                       Wo russische Schwermut auf italienische Leidenschaft trifft
Klavierduo und Schlagzeug-Unterstützung begeisterten im Kammerkonzert der Nordwestdeutschen Philharmonie